Meross Thermostat MTS 150 mit Homekit im Test

Das Meross Thermostat MTS 150 ist eine überarbeitete Version, welches einige Neuerungen mit sich bringt. In der Bedienung wird das Thermostat nun direkt über ein LCD Display gesteuert und verzichtet gegenüber dem Vorgänger auf Tasten. Im Weiteren kann das Thermostat jetzt nativ in Homekit eingebunden werden und zusätzlich neu in Samsung SmartThings. Somit unterstützt Meross nun 4 Smarthome Assistenten, denn Alexa und Google waren bereits beim Vorgänger an Board! Preislich liegt das Thermostat auf der Höhe einiger Wettbewerber hebt sich in seiner Preisklasse aber optisch deutlich von der Konkurrenz ab!

Verpackung Meross Thermostat Starter Kit MTS 150H
Meross Starter Kit MTS 150H

Technische Details

Werfen wir zunächst aber einen Blick auf die technischen Details des sowie die technische Anbindung. Meross bietet in seinem Starter Kit ein Thermostat samt Smart-Hub. Regulär koste das Set runde 80€. Ein Zusatz Thermostat schlägt mit weiteren 45€ zu buche.

Im Lieferumfang ist dann folgendes enthalten:

  • Thermostat
  • Smart-Hub
  • Stromkabel für Smart-Hub
  • diverse Ventil Adapter
  • Bedienungsanleitung

Technisches Setup

Die Inbetriebnahme lässt sich mittels der Meross App recht gut durchführen. Die Übersetzung lässt an der ein oder anderen Stelle zu wünschen übrig. Es ist aber in jedem Schritt verständlich was Meross meint und ausgeführt werden soll. Der Smart-Hub wird über den Homekit Code auf der Unterseite mit dem Netzwerk und Homekit verbunden. Dabei funkt der Smart-Hub im 2.4 GHz Frequenz Bereich. Unverständlich warum immer noch so viele Hersteller ausschließlich auf 2.4 GHz setzen und nicht zusätzlich 5GHz anbieten?

Technische Übersicht

Die Thermostate wiederum werden über das Smart-Hub angelernt wozu die Meross App notwendig ist. Eine Integration direkt über die Apple Home App ist nicht möglich. Ist das Meross Thermostat MTS 150 erfolgreich angelernt erscheint es auch direkt in der Home App. Die Thermostate funken auf 433 MHz was positiv zu erwähnen ist weil es deutlich die Reichweite erhöht. Das Thermostat benötigt 2x AA Batterien, die nicht im Lieferumfang enthalten sind.

  • WLAN Smart-Hub 2.4 GHz
  • Thermostat 433 MHz
  • 2x AA Batterien für Thermostat
  • LCD Display
  • Standard Anschluss Thermostat M30 x 1.5
  • 6x zusätzliche Ventil Adapter

Praxis

In der Praxis gibt es Softwareseitig für Meross noch Verbesserungsbedarf. Gerade am Anfang zum Testen und einrichten nutzt man da Display häufig. Das schaltet allerdings immer nach 5 Sekunden wieder aus, was recht kurz ist. Natürlich möchte Meross damit Energie sparen. Es gibt in den Einstellungen aber keine Möglichkeit die Zeitdauer anzupassen. Weiterhin reagiert das Display zeitweise sehr träge bis es anschaltet, meint das man einen bestimmten Punkt treffen muss bis es anschaltet.

Meross Thermostat MTS 150 mit LCD Display und Homekit Unterstützung
Meross Thermostat MTS 150

Das Display liefert alle Informationen die notwendig sind, sodass abzulesen ist, in welchem Zustand sich das Thermostat befindet. Es wird also anhand einer Uhr angezeigt, ob der automatische Modus aktiv ist oder nicht. Weiterhin zeigt eine Flamme, wie oben im Bild zu sehen, ob gerade geheizt wird oder nicht. Sollte die Batterie zu Neige gehen wird ebenfalls rechts neben dem Flammen Symbol eine leere Batterie angezeigt. Im Weiteren kann natürlich die Temperatur geregelt werden und es wird angezeigt wie die gemessene Temperatur ist als auch welche Temperatur eingestellt ist.

Funktional liefert Meross Funktionen, die es auch bei den Alternativen wie z.B. einem Fritz DECT 501 gibt, welches ich zuletzt hier getestet und im Einsatz habe. So gibt es eine Fenster-Auf Erkennung, die im Rahmen seiner Möglichkeiten Energie sparen soll. Persönlich halte ich nichts davon, unabhängig welchen Hersteller es betrifft.

Aus meiner Erfahrung heraus dauert es immer recht lange bis das Thermostat einen Temperatur Abfall von 2 Grad erkennt, wie es hier bei Meross der Fall sein muss bevor das Ventil schleißt. Beim Fritz DECT 501 hast du allerdings die Möglichkeit einzustellen, welche Sensitivität die Fenster-Auf Erkennung haben soll. Das gibt es bei Meross nicht. Positiv zu erwähnen ist, dass das Ventil, nachdem es automatisch durch die Fenster Erkennung geschlossen wurde, erst nach 30 Minuten wieder automatisch geöffnet wird. Bei vielen anderen Herstellern liegt dieser Wert bei 15 Minuten, was recht kurz ist. Generell finde ich es aber unnötig, dass das Ventil automatisch wieder öffnet selbst wenn das Fenster noch geöffnet ist! Aus diesem Grund rate ich immer zu Fenster Kontakten, wie zum Beispiel hier im Artikel ausführlich beschrieben.

Ein weiteres häufiges Problem ist die gemessene Raumtemperatur am Thermostat selsbt. Das führt zwangsläufig zu unterschiedlichen Werten, weil sich die Wärme direkt am Thermostat schneller auf den Zielwert bewegt als sich die gewünschte Temperatur im ganzen Raum erreichen lässt. Das liegt daran, dass das Heizkörper Thermostat eben direkt neber der Heizquelle positioniert ist. Misst man aber die Temperatur mit einem weiteren Thermometer oder einem Wandthermostat an anderer Stelle im Raum ergeben sich schnell Unterschiede.

Das führt dazu, dass das Ventil schließt bevor die Zieltemperatur im Raum erreicht ist. Dafür gibt es i.d.R. die Einstellung Offset. Meross nennt das in seiner App Kalibrierung. Dazu ist mir aufgefallen, dass die eingestellte Kalibrierung zwar in der App bei der Temperatur angezeigt wird, die Einstellung scheinbar aber nicht an das Thermostat weiter übermittelt wird. Das zeige ich u.a. auch im Youtube Video, was ich am Ende verlinke.

Fazit

Das Meross Thermostat MTS 150 ist optisch ein schönes und kompaktes Thermostat. In der Praxis muss Meross aber an der ein oder anderen Stelle noch nachbesser. Vor allem was die Software betrifft, aber auch die Möglichkeit das Thermostat mit weiteren Einstellungen zu optimieren, wie z.B. der Sensitivität der Fenster-Auf Erkennung. Aber auch weiteres Zubehör wie Fenster Kontakte oder Wandthermostate gehören zu einem guten Thermostat Programm dazu.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.