Mit dem FP300 hat Aqara einen kompakten Präsenzmelder mit Matter over Thread auf den Markt gebracht, der batteriebetrieben ist. Damit richtet sich das Gerät besonders an Nutzer, die Präsenz zuverlässig erkennen möchten, ohne auf einen Stromanschluss angewiesen zu sein. In diesem Beitrag teile ich meine ersten Erfahrungen aus der Praxis und gehe auf die wichtigsten technischen Eigenschaften ein.
Erster Eindruck und Einrichtung Aqara FP300
Der Aqara FP300 macht bereits beim Auspacken einen hochwertigen Eindruck. Das Gehäuse ist kompakt, wirkt aber robust. Der Sensor wird mit zwei austauschbaren CR2450 Batterien betrieben. Aqara gibt an, dass die Batterie im Zigbee Modus bis zu 3 Jahre und im Thread Modus bis zu 2 Jahre durchhalten soll. Neben der Standard Betriebsart Thread kann das Gerät daher auch per Zigbee betrieben werden. Man muss sich allerdings für eine Betriebsart festlegen.
Die Betriebsart entscheidet darüber, welche zusätzliche Hardware benötigt wird. Für Zigbee ist ein Hub nötig, wie zum Beispiel der von Aquara oder ein Sonoff Zigbee/Thread Multiprotokoll Dongle. Soll der Präsenzmelder per Thread genutzt werden ist ein Border Router wie ein Apple Homepod oder ein Home Assistant Connect ZBT-2
Die Einrichtung per Matter über Thread verlief in meinem Test unkompliziert und klappte auf Anhieb! Nachdem der Sensor aktiviert ist befindet sich dieser direkt im Anlermodus. Jetzt wird lediglich noch der Matter QR-Code gescannt und danach startet die Einrichtung und der Sensor steht zur Verfügung.
- [Präziser KI-Gestützter Präsenzsensor] Der...
- [Breite Kompatibilität] Unterstützt Matter über...
- [5-in-1-Multisensor] Integriert 60-GHz-mmWave-,...
- [Lange Batterielebensdauer & Energieeffizienz] Der...
- [Kabellose & Flexible Installation] Vollständig...
Technische Spezifikationen:
- Funkstandard: Matter over Thread / Zigbee
- Betriebsart: Batteriebetrieben (2* CR2450)
- Erkennungstechnologie: Erkennung (PIR) / Präsenz (Radar-basiert)
- Sensoren: Anwesenheit, Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit
- Erfassungsreichweite Herstellerangabe: bis zu 6 Meter
- Erfassungswinkel: raumabhängig, fokussiert auf Nahbereich
- Benötigter Hub: Thread Border Router
- Cloud-Abhängigkeit: Nein (lokale Matter-Kommunikation)
- Einsatzbereich: Innenräume
Aqara FP300 in Home Assistant
Als Smart Home System nutze ich Home Assistant. Wie bei Zigbee auch wird das Thread Netzwerk besser und stabiler je mehr Strom betriebene Geräte zur Verfügung stehen. Ein großer Unterschied zu Zigbee ist allerdings, dass das Netz nicht ausfällt sobald ein Border Router Offline geht. Das setzt natürlich voraus, dass mehrere Border Router zur Verfügung stehen. Im Zigbee Netz kann es aber nur einen zentralen Hub geben, der damit einen Single-Point-of-Failure darstellt. Daher gibt es bei Thread auch keinen Master, der das Netz organisiert. Es organisiert sich selbst.
In Home Assistant wird der Sensor nun mit folgenden Entitäten eingebunden:

Aqara FP 300 Präsenzerkennung im Alltag
In der Praxis zeigt der Aqara FP300 eine zuverlässige Präsenzerkennung bis etwa 3 Meter Entfernung. Innerhalb dieses Bereichs arbeitet der Sensor zuverlässig auf anwesende Personen – auch bei wenig Bewegung, etwa beim Sitzen am Schreibtisch im Büro, machte der FP300 bis jetzt eine gute Figur.
Ein deutlicher Unterschied zu meinem bisherigen Präsenzmelder von Meross bestand beim 3D drucken. Der Mersoss hat beim drucken immer wieder Anwesenheit erkannt. Der FP300 hingegen kann bis jetzt perfekt unterscheiden zwischen 3D drucken und Anwesenheit einer Person!
Bei meinem Test im Wohnzimmer hat der Sensor leider nicht, wie gewünscht reagiert. Die Entfernung zur Couch mit etwa 4 Metern ist einfach zu groß. Das war beim Batterie Präsenzmelder Meross MS605 nicht anders! Das gilt für die Präsenzerkennung. Die Bewegungserkennung hat stets zuverlässig funktioniert.
Ein großer Vorteil gegenüber klassischen Bewegungsmeldern: Die Präsenz bleibt erkannt selbst wenn man sich nur minimal bewegt. Dadurch lassen sich zum Beispiel Licht Automationen deutlich zuverlässiger umsetzen. Das liegt beim FP300 nicht zuletzt am verbauten 60 GHz mmWave Radarsensor!
Tipp: Zur Verlängerung der Batterielaufzeit habe ich die Sensoren zur Messung von Licht, Temperatur und Luftfeuchte deaktiviert, da ich diese im Zusammenspiel mit dem Sensor nicht benötige. Mir geht es primär um die Präsenzerkennung.
Fazit: Thread & Batteriebetrieb – eine gelungene Kombination
Der Einsatz von Thread sorgt für eine stabile und energiesparende Funkverbindung. In Kombination mit dem Batteriebetrieb ergibt sich ein klarer Vorteil: Der Sensor kann flexibel platziert werden ohne Steckdose oder Kabel.
Gerade im Vergleich zu radarbasierenden Präsenzmeldern mit USB-Stromversorgung ist das ein echter Mehrwert. Der niedrige Energieverbrauch von Thread wirkt sich positiv auf die zu erwartete Batterielaufzeit aus, auch wenn Langzeiterfahrungen hier noch ausstehen. Darüber hinaus ist Thread ein zukunftssicheres Protokoll. Über Jahre hinweg kann der Sensor verwendet werden ohne das ein spezielles Hersteller Gateway benötigt wird! Die Daten und Kommunikation erfolgt lokal!
Bei der Präsenzerkennung muss auf den Einsatzort und die Entfernung geachtet werden. Die Radarerkennung arbeitet am Besten, wenn der Sensor auf die Brust von Personen ausgerichtet ist. Ist der Raum zu groß benötigt es ggf. zusätzliche Sensoren, was die Kosten erhöht. In einem Abstand bis zu 3 Metern arbeitet die Präsenzerkennung aber Top!
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